Am Sonntag Abend erreichte uns dieses Schreiben von SU d.R. Werner Theis, Mitglied der RK Stennweiler ....


Wildkatzen in freier Wildbahn

… bekommt man nicht alle Tage zu sehen, auch nicht ihre namensverwandten Kampfpanzer der Bundeswehr. Gerade hier im Saarland, das seit der Gründung der deutschen Streitkräfte 1955 von Luftlandeeinheiten geprägt ist, ist die Begegnung mit einem dieser Ungetüme auf Ketten - zumal in „freier Wildbahn“ - eher eine Seltenheit. Ich, SU d.R. Werner Theis, Mitglied der RK Stennweiler, und in meiner aktiven Dienstzeit als Wehrpflichtiger in den Jahren 1973/74 bei der Panzertruppe (1. PzDiv), genauer beim PzGrenBtl 11 in Niedersachsen, war umso erstaunter, als ich bei meinem jährlichen Besuch des Internationalen Militärfahrzeugtreffens der RAG 6014 (RK Saarlouis) in Fraulautern einen Prototypen des TPz Fuchs (8 Radler), einen KPz Leopard I A5 und einen KPz Leopard II erblicke. Zunächst nur drei von geschätzten hundert Militärfahrzeugen aus aller Herren Länder. Nach vielen spannenden Gesprächen mit Kameraden aus der aktiven Truppe und der Reserve wurde gegen 17.00 Uhr eine Vorführung der drei Großfahrzeuge angekündigt.

Und dann wurde es richtig spannend. Zunächst glitt der 16 Tonnen schwere TPz Fuchs mit seinem über 400 Ps starken Abgasturbolader fast geräuschlos durch das staubige Gelände unterhalb der Bergehalde Duhamel mit ihrem imposanten Saarpolygon. Beeindruckend auch die Vorführung des Leopard I. Das alles ließ jedoch der Leopard II vergessen. Der 62 Tonnen schwere und 1.500 PS starke Kampfpanzer wurde von seiner Besatzung durch das hügelige Gelände gescheucht als sei der Teufel hinter ihm her. Das Fahrzeug wurde bis an seine Belastungsgrenze und vermutlich auch seine Höchstgeschwindigkeit (70 km/h) bewegt. Den ohrenbetäubenden Sound dieses Motors, den man bis in die Magengrube spürt, hatte ich zuletzt vor 44 Jahren in Munster, Bergen-Hohne und im Sennelager (Paderborn) gehört. Damals waren jedoch noch mehrere hundert von ihnen gleichzeitig im Einsatz - „Kalter Krieg“. Auch als der „Leo“ seine Paradedisziplin präsentierte, seine stabilisierte Kanone, die unabhängig vom Gelände auf ein programmiertes Ziel fixiert bleibt, trauten die Zuschauer ihren Augen nicht. Auf dem vorderen Ende seiner Kanone wurde ein Brett mit einem Glas Wasser befestigt. Damit fuhr er durch das Gelände. Das Wasserglas fiel nicht herunter. Nicht zuletzt gilt der Leopard II als einer der besten in seiner Klasse weltweit. Für mich bedeutete diese Vorführung ein Déja Vue aus meiner Jugendzeit „beim Bund“. SU d.R. Klaus Morguet von der RK Saarlouis hat mir versprochen, dass im kommenden Jahr auch „mein“ Panzer dabei sein wird, der SPz Marder. Vielleicht darf ich ja dann auch für ein paar Minuten wieder in den Turm und dort auf meinen Stammplatz in der Kommandantenluke?

Wer nicht dabei war, hat was verpasst. Aber es gibt bekanntlich immer ein nächstes Mal - beim "9. Internationalen Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014" in 2019.


Die RK Stennweiler sucht noch Mitglieder, wer Intersse hat bitte melden.


Anmerkung: Vielen Dank an die RK Stennweiler für diesen Bericht.

 

 

 

 

 

Bericht 'Reservisten beweisen Herz für Soldaten' in der Loyal, Ausgabe #3/2017 (Quelle)


 

Link zum www.förderverein-llbrig26.de

 

 

 

 

Bericht 'Reservisten zeigen Präsenz beim Festumzug' in der Loyal, Ausgabe #3/2017 (Quelle)


 

 

 

 

zum 6. Int. Militaerfahrzeugtreffen der RAG 6014 vom 08. bis 10. Juli 2016 ... hier anklicken (pdf-Datei)

 

 

Quelle: .loyal - Ausgabe 09-2016